Das Projekt


Es ist kaum zu glauben, aber noch immer gibt es keine länderübergreifende umfassende Exkursionsflora für den Alpenraum. Botaniker, Naturschützer und Pflanzenliebhaber müssen sich mit vielen einzelnen, teilweise schwer zu beschaffenden, veralteten oder unvollständigen Landes- und Lokalfloren begnügen (wer hat schon Zugang zur „Flora Europaea“). Auch die neu  erschienene "Flora Alpina" bringt hier kaum Abhilfe, da sie praktisch  nur aus Fotos, ohne beschreibende Texte oder Bestimmungsschlüssel besteht. Dieser Zustand ist unhaltbar.
So habe ich damit begonnen, in meiner Freizeit eine solche umfassende Flora zu schreiben. Als Grundlage dienen die „Flora Europaea“ sowie sämtliche mir zugängliche zuständige Landesfloren. Zur Nachprüfung der dortigen Angaben sowie zur Klärung der zahlreichen Widersprüche dienen Pflanzenbelege aus dem Geltungsbereich der Flora in meinem >6000 Belege umfassenden Herbar.


Umriss des Projektes „Exkursionsflora der Alpen und angrenzender Gebiete“

Die Flora soll nach dem Vorbild des Schmeil-Fitschen verfasst sein, allerdings ohne Abbildungen, dafür mit detaillierteren Artbeschreibungen. Sie soll alle vorkommenden Arten der Farn- und Blütenpflanzen des Geltungsbereichs, auch die der tiefen Lagen bis zu den Mittelmeerküsten erfassen, das sind etwa 5000 Arten (fast doppelt so viele wie in ganz Deutschland!).

Zu meiner Person: Ich bin promovierter Botaniker, Jahrgang 1969, ehemaliger Leiter des Botanischen Gartens der Universität Konstanz, mit sehr guter Pflanzenkenntnis durch zahlreiche Botanische Exkursionen  in viele Regionen der Alpen, der Pyrenäen und des europäischen Mediterrangebiets. (Lebenslauf)

Durchführung:
- Verfassen der Flora auf der Basis der Flora Europaea sowie zahlreicher zuständiger Landesfloren  (Literaturliste)
- Ständige Überprüfung der Literaturangaben an Herbarbelegen
- Weitere Aufenthalte im Gebiet der Flora zum Aufspüren seltener Arten, die ich noch nicht aus eigener Anschauung am Fundort kenne.

Vorarbeiten:
Eine vorläufige Liste aller in der zukünftigen Flora vertretenen Arten (ca. 5000), der Familienschlüssel (größtenteils nach Flora Europaea), sowie ca. 84 % der Artschlüssel und Artbeschreibungen (Lycopodiaceae bis Iridaceae; ca. 4200/ 5000 Arten) sind bereits geschrieben (intensive Freizeitarbeit der letzten 18 Jahre). Die bereits fertiggestellten Manuskripte stehen hier zum Download bereit. 

Zeitrahmen: Könnte ich mich durch finanzielle Unterstützung (bisher nicht in Sicht)  ganz dieser Aufgabe widmen, schätze ich die verbleibende Zeit bis zur Fertigstellung der Flora auf 3 Jahre; sonst auf bis zu 10 Jahre. Ziel ist eine Veröffentlichung in Buchform.